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Stiftung Warentest in der Kritik

Durch den juristischen Teilerfolg des Schokoladenherstellers Ritter Sport werden auch andere Branchen zum Widerstand gegen die Stiftung Warentest ermuntert. Die Verbraucherschützer erzürnten mit ihrem in der Weihnachtszeit durchgeführten Test von Holzspielzeug die gesamte Spielzeugindustrie.


Stiftung Warentest

Die Stiftung Warentest setzt sich für die Interessen der Verbraucher ein

In der fünfzigjährigen Geschichte der Verbraucherschützer haben diese sich den Ruf erarbeitet, hundertprozentig korrekt vorzugehen und Unabhängigkeit zu demonstrieren. Der gute Ruf der Institution wurde bisher nie angezweifelt, doch die jüngsten Ereignisse werfen einen kleinen Schatten auf die Stiftung Warentest. Beide Vorkommnisse werden mit Sicherheit durch bald vorliegende Analyseergebnisse erhärtet oder aus der Welt geschafft werden:

  • Der Schokoladenhersteller wurde von den Verbraucherschützern beschuldigt, unnatürliche Aromastoffe zu verwenden. Die endgültigen Untersuchungsergebnisse stehen noch aus, doch die Justiz hat sich vorerst auf die Seite des Unternehmens geschlagen.
  • Die Meldung der Stiftung Warentest zu Giftstoffen in Holzspielzeug platzte wie eine Bombe ins Weihnachtsgeschäft. Auch hier stehen aussagefähige Untersuchungsergebnisse noch aus, doch der Zorn der Branche ist den Verbraucherschützern schon jetzt sicher. 

Letztendlich geht es um die Glaubwürdigkeit der Stiftung Warentest, welche in den letzten fünfzig Jahren selten Anlass zu Diskussionen gab. Der Streit mit dem Schokoladeproduzenten Ritter Sport mag für viele Leser Bagatellformat haben. Doch müssen die Verbraucher sich darauf verlassen können, dass die Angaben auf der Verpackung mit dem Inhalt übereinstimmen.

Die Stiftung Warentest soll lieber einmal zuviel hinschauen als einmal zu wenig

Der Unmut der Spielzeugindustrie basiert auf der sensiblen Weihnachtszeit, sie fand den Bericht über nicht einwandfreies Kinderspielzeug zur besten Geschäftszeit des Jahres unpassend und geschäftsschädigend. Doch aus der Sicht der Verbraucherschützer war das Timing perfekt, denn zu Weihnachten wird nun einmal das meiste Kinderspielzeug verkauft. Zu keiner anderen Jahreszeit interessieren sich die Eltern mehr für dieses Thema. Die Vorwürfe der Verbraucherschützer werden von ersten Testergebnissen mit vorläufigem Charakter untermauert:

  1. Jedes zweite getestete Produkt fällt in die Risikogruppe.
  2. Es wurden Krebs erzeugende Stoffe gefunden und solche die Allergien auslösen können.
  3. Des Weiteren fanden die Tester Materialien, die sich negativ auf die Fortpflanzungsfähigkeit und das Erbgut auswirken.

Die Testergebnisse der Stiftung Warentest galten in den letzten Jahrzehnten als sehr verlässlich. Im Interesse aller Verbraucher wäre es gut, wenn das so bliebe.

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