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Stress am Arbeitsplatz - welche Kosten entstehen für Unternehmen

Zunehmender Stress am Arbeitsplatz entsteht durch steigende berufliche Belastung und kostet den Firmeninhabern enorme Summen. Darüber hinaus steigen seitens der Beschäftigten die Risiken für Krankheiten und Burn-outs. Der folgende Beitrag fasst das beängstigende Phänomen in Zahlen.


Stress am Arbeitsplatz

Stress am Arbeitsplatz im Fokus der Behörden

Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin hatte bereits vor zwei Jahren eine Studie mit dem Titel "Stress in Deutschland" erstellen lassen. Die Behörde zeigte damit die Gefahren auf, die von Stress am Arbeitsplatz für Beschäftigte (vor allem Burn-outs) und Unternehmer ausgehen.

Für die Untersuchung wurden 18.000 eventuell betroffene Personen befragt, wie sie mit den steigenden Belastungen am Arbeitsplatz und den daraus resultierenden Stressfolgen fertig werden.

Stressfaktor Arbeit - Infografik auf incentimo.de

Der Stressfaktor Arbeit in Zahlen

Im Jahr 2011 wurden beispielsweise 59.200.000 Arbeitsunfähigkeitstage registriert, welche aufgrund psychischer Erkrankungen zustande kamen. Zwischen den Jahren 1997 und 2012 stieg die Arbeitsunfähigkeit mit psychisch bedingten Krankheitsbildern um 80 Prozent an. Bereits 43 Prozent der Arbeitnehmer klagen über ständig zunehmenden Stress am Arbeitsplatz. Gut 44 Prozent von ihnen geben an, dass sie aufgrund der Vielzahl an Telefonaten und E-Mails nicht zur Bewältigung ihrer eigentlichen Aufgaben kommen. 

Stress am Arbeitsplatz hat für die Beschäftigten unterschiedliche Ursachen, dieses sind die Hauptgründe:

  • Circa 25 Prozent der Arbeitnehmer klagen über zu hohe Arbeitsbelastungen, welche ihnen keine Zeit für notwendige Pausen lässt.
  • Aufgrund des enormen Arbeitspensums sind 35 Prozent der Beschäftigten mehr als 40 Stunden pro Woche tätig.
  • 40 Prozent von ihnen arbeiten sogar am Wochenende.
  • Mit 52 Prozent klagen mehr als die Hälfte der befragten Arbeitnehmer über steigenden Termin- und Leistungsdruck.
  • Der größte Stressfaktor entsteht für 60 Prozent der Berufstätigen durch das sogenannte Multitasking. 

Stressfaktor Arbeit und der damit verbundene Ausfall von Beschäftigten führt jedes Jahr zu enormen Verlusten. Die Studie hat die dadurch entgangene Bruttowertschöpfung pro Jahr auf die Summe von 10.300.000.000 Euro beziffert. Zugrunde gelegt wurde dabei, dass der Ausfall eines Mitarbeiters seitens des Arbeitgebers mit 400 bis 750 Euro zu Buche schlägt. Zum Thema Stressfaktor Arbeit eine anschauliche Infografik auf Incentimo.de.

Stress am Arbeitsplatz kann zu hohen Krankheitskosten führen

Dies belastet wiederum die Krankenkassen, welche die entstandenen Mehrkosten über Beitragserhöhungen an ihre Mitglieder weitergeben. Der Stressfaktor Arbeit wird damit zur gesellschaftlichen Herausforderung, der sich niemand entziehen kann.

Langfristig führt die Belastung am Arbeitsplatz zu wenig motivierten Mitarbeitern, die zunehmend jede Gelegenheit nutzen, ihrem Schreibtisch zu entfliehen. Im Ergebnis ist Stress am Arbeitsplatz in zunehmendem Umfang ein volkswirtschaftliches Problem, welches zeitnahe und effiziente Lösungen erfordert.

Letztendlich sind gestresste Arbeitnehmer weniger leistungsfähig und können daher ihren Arbeitgebern im harten Wettbewerb nur eingeschränkt nützlich sein. 

 

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