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US-Immobilienkredite von Deutscher Bank verkauft

Milliardenschwere Immobilienkredite in den USA werden von der Deutschen Bank verkauft. Mit einem Gesamtumfang von 3,7 Milliarden Dollar kauft die japanische Mitsubishi UFJ Financial Group das Paket von der Deutschen Bank. Zeitgleich wechselt ein Immobilienteam der Deutschen Bank ebenfalls zu dem Finanzunternehmen.


US-Immobilienkredite von Deutscher Bank verkauft

Scheinbar hat sich für die Deutsche Bank eine Möglichkeit zur Entlastung ihrer Bilanz gefunden: Das Finanzhaus veräußert gewerbliche Immobilienkredite in den Vereinigten Staaten mit einem Gesamtvolumen in Milliardenhöhe. Die Mitsubishi UFJ Financial Group (MUFG), ein japanischer Finanzkonzern, wird das Portfolio in Höhe von 3,7 Milliarden Dollar von der Deutschen Bank übernehmen.

Das gesamte Paket geht an das Tochterunternehmen der MUFG, die Union Bank in San Francisco. Durch die Übernahme ist die Union Bank in der Lage, ihre Präsenz an der amerikanischen Ostküste auszubauen. Bislang hielt die PB Capital, eine Tochter der Deutschen Bank, die Immobilienkredite, die nun zum Verkauf stehen.

Zusätzlich soll auch ein komplettes Team der Deutschen Bank, das auf gewerbliche Immobilienkredite spezialisiert ist, zu der MUFG wechseln, wie Japans größte Bank am Montag mitteilte. Die genaue Kaufsumme wurde jedoch nicht bekannt gegeben. Während die europäischen Banken sich mit ihrem Engagement im Ausland eher zurückhalten, setzt MUFG auf internationales Wachstum. Zu dem Kredit-Paket zählen überwiegend Hypotheken von Geschäftshäusern entlang der US-Ostküste.

Die Transaktion dürfte die Bilanz der Deutschen Bank ein Stück weit entlasten. Aufgrund der im Vergleich sehr niedrigen Kernkapitalquote steht die Deutsche Bank an den Finanzmärkten unter einem ziemlichen Druck. Noch vor der Finanzkrise war das Finanzinstitut einer der wichtigsten Akteure auf dem amerikanischen Immobilienmarkt, aktuell steht die Deutsche Bank bei zahlreichen Einzel- und Sammelklagen im Mittelpunkt. Der Konzern soll bei zugrundeliegenden Hypotheken falsche Angaben über die Qualität gemacht haben und so die Käufer der Produkte getäuscht haben.

Mit einer Zahlung in Höhe von 202 Millionen Dollar hatte sich die Deutsche Bank im Mai 2012 der Klage von der US-Einlagensicherung FDIC freikaufen können. Hier lautete der Vorwurf vonseiten der FDIC, die Deutsche Bank Tochter MortgageIT soll sich Bürgschaften aus einem Programm der Regierung mit Hilfe von falschen Angaben über Hypothekenkredite erschlichen haben. (DR/BHB)


 
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