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USA weiter vor Schuldenproblem

Die USA sind trotz der Verabschiedung des Haushaltskompromisses noch nicht aus der Klemme. Wie die Ratingagentur Moody's ankündigte, droht die Herabstufung der Bonität. Und auch der IWF macht ernst und verlangt die Vorlage eines Programmes, um nachhaltig die Einnahmen des Staats zu erhöhen.


USA weiter vor Schuldenproblem

Zwar stiegen die Aktienkurse nach dem Kompromiss an, doch hielt die Freude über diesen nicht lange an. Denn die USA sehen sich noch vielen weiteren Probleme gegenüber, so auch dem Schuldenberg, der stets weiter wächst. Dabei ist es wichtig, dass der Schuldenberg weniger wird, da die globale Wirtschaft auf die Schuldenentwicklung der USA blickt.

Bislang ist die Entwicklung dramatisch, denn während die Verschuldung der USA vor fünf Jahren noch bei rund neun Billionen Dollar lag, sind es aktuell 16,4 Billionen Dollar. 

Tatsächlich befinden sich die USA derzeit auf dem besten Weg in eine Schuldenkrise und folgen dem Beispiel der südeuropäischen Länder.

Während die verschuldeten Euro-Länder nun aber versuchen, die Krise hinter sich zu lassen und ihren Haushalt wieder zu richten, kämpfen die USA mit eben diesem. Nicht einmal der lang umkämpfte Haushaltskompromiss ändert daran etwas, denn damit wird der Schuldenberg nicht angegangen. Kürzungen, die etwas an den Schulden ändern würden, wurden um 2 Monate aufgeschoben. Wie das Haushaltsbüro des Kongresses erklärt, wächst der Schuldenberg in den nächsten zehn Jahren um weitere 4 Billionen Dollar an.  

Dennoch gibt es noch einen Funken Hoffnung. Schließlich geht die US-Notenbank soweit, dass alle Papiere aufgekauft werden, die sonst keine Abnehmer finden. Dies garantiert zumindest Liquidität.

„Die Leute werden kalt enteignet“, erklärt Alfred Roelli, Chefanlagestratege bei der Privatbank Pictet, denn die Gläubiger werden zwar nicht durch eine Pleite enteignet, müssen indirekt aber dennoch für die Schulden aufkommen. Ziel der Notenbank ist es schließlich, die Zinsen niedrig zu halten, während eine höhere Inflation erzielt werden soll. Roelli erklärt weiter, dass inoffiziell eine Steigerungsrate von 3,5 Prozent angezielt wird, während die offizielle Zahl bei 2,5 Prozent liegt. (FR/BHB)


 
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