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Vermögensaufbau mit Robo Advisors

Robo Advisors sind im digitalen Zeitalter eine immer häufiger genutzte Form der Anlageberatung und Vermögensverwaltung in Selbstbedienung. Ein Angebot, dass vor allem auf Kleinanleger zielt. Denn "persönlicher" Service rechnet sich wegen der überschaubaren Anlagesummen oft nicht.


Bei uns sind inzwischen eine ganze Reihe Robo Advisors am Markt. Es gibt sowohl bankenunabhängige Anbieter als auch Systeme, die von Kreditinstituten betrieben werden. Die Entwicklung ist dynamisch.

Einer der ersten Robo Advisors in Deutschland war Quirion von der Quirin Bank. Dieser Robo Advisor ging bereits 2014 an den Start und schneidet in Erfahrungsberichten gut bis sehr gut ab.

Anleger haben die Qual der Wahl

Seither sind rund anderthalb Dutzend weitere Angebote hinzugekommen. Selbst klassische Kredinstitute, bei denen persönliche Anlageberatung und Vermögensverwaltung zum Geschäftsmodell gehört, setzen inzwischen Robo Advisors ein - zum Beispiel die Sparkassen, die Deutsche Bank oder die Commerzbank. Hier wird die automatisierte SB-Lösung auch dazu genutzt, um Kosten zu sparen. Denn Berater aus Fleisch und Blut sind teuer.

Wenn auch die einzelnen Angebote Unterschiede aufweisen, das Prinzip ist überall gleich. Der Robo Advisor geht mit Hilfe von Algorithmen ähnlich vor wie ein Anlageberater. Aufgrund von gezielten Fragen, die der Nutzer beantworten muss, wird ein optimales Vermögensportfolio "berechnet". Abgefragt werden insbesondere der Anlagebetrag, der Anlagehorizont und die Anlagepräferenzen (Rendite-Risiko-Präferenz). In der Regel kann die Empfehlung dann direkt mit Hilfe des Robo Advisors umgesetzt werden.

Unterschiedliche Ansätze und Strategien

Die Umsetzung erfolgt ganz überwiegend über geeignete ETFs. Dabei werden mehrere Portfolios mit unterschiedlichen ETF-Zusammensetzungen angeboten, die die jeweiligen Anlagepräferenzen abbilden. In einem Portfolio für konservative Anleger ist dann zum Beispiel ein höherer Anteil an Anleihe-ETFs und ein geringerer Anteil an Aktien-ETFs vorgesehen als bei einem Portfolio für Anleger mit höherer Risikobereitschaft.

Auch bei der Vermögensverwaltung verfolgen die einzelnen Anbieter klassische Ansätze: Buy-and-Hold mit und ohne Rebalancing, Value at Risk-Strategien oder Faktormodelle. Einige Robo-Advisors betreiben passives Investieren, andere sind mehr auf aktives Handeln angelegt. Unterschiede gibt es auch bei den Gebühren, denn kostenlos ist die Nutzung natürlich nicht. Meist wird jährlich ein Prozentsatz vom Anlagebetrag berechnet (< 1,0 Prozent). Bei den meisten Angeboten können Anleger sowohl Einmalbeträge investieren als auch regelmäßig sparen. Für beides gelten oft Mindestbeträge.

Standardisierte Lösungen

Robo Advisors sind vor allem für Anleger gedacht, die von professionellem Anlage-Know How profitieren wollen, ohne dass sich persönliche Vermögensverwaltung für sie rechnet. Die angebotenen Lösungen sind zwangsläufig standardisiert und können individuelle Gegebenheiten nur bedingt berücksichtigen. Mit dieser Einschränkung bieten Robo Advisors eine gute Möglichkeit zum gezielten Vermögensaufbau.


 
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