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Windkraft - der Trend bei Beteiligungen

Beteiligungen an Windkraftprojekten waren in der Vergangenheit durch schlechte Renditen gekennzeichnet. Trotzdem setzen die Anbieter weiterhin auf den Wind, obwohl die Sonne eigentlich der zuverlässigere Lieferant ist. Die Risiken sind nach wie vor die Gleichen.


Windkraft

Neu emittierte Beteiligungen setzen überwiegend auf Windkraft

Bei nahezu 88 Prozent der neuen Fonds im Bereich erneuerbare Energien sind Windräder im Spiel. Sie zeigen auch die derzeit stattfindende Trendwende auf, denn in den vergangenen Jahren hatten Beteiligungen an einer Solaranlage eindeutig die Oberhand. Zwar sind die Förderungen für Windkraft deutlich geringer als für Solaranlagen, doch stehen die Kosten für Windstrom in ausgezeichnetem Verhältnis dazu. Während derzeit für Solarstrom noch nahezu 18 Cent pro Kilowattstunde bezahlt werden, hat sich die Förderung der Windkraft bei 5,5 Cent/kWh eingependelt. Jedoch spricht das Kostenverhältnis eindeutig zugunsten der Windkraft.

Die Emittenten können daher hervorragende Renditen für Beteiligungen an Windkraftanlagen versprechen, zumindest stehen diese auf den Werbeflyern. Hinzu kommt die Tatsache, das außer Windfonds nahezu keine anderen Beteiligungen im Segment erneuerbarer Energien zur Verfügung stehen. Investitionen in die Windkraft werden bei den Anlegern gut angenommen, obwohl sich die um die Jahrtausendwende aufgelegten Beteiligungen größtenteils als Flops erwiesen, bei denen die Investoren viel Geld verloren hatten. Das lag zum einen an dem hohen Fremdmitteleinsatz der Anleger, zum anderen wurden die angepeilten Umsätze der Windkraftanlagen so gut wie nie erreicht.

Die Windkraft-Branche befindet sich in einer tiefen Krise

Unternehmen wie Prokon sorgen durch undurchschaubare Genussrechte für die Entrüstung der Verbraucherschützer. Der bekannte Windparkentwickler Windreich meldete im September Insolvenz an. Das mit 300 Millionen Euro Schulden behaftete Unternehmen beschäftigt schon seit dem Frühjahr die Staatsanwälte. Noch kurz vor dem Insolvenzantrag hatte Windreich für Beteiligungen an einem Bürgermodell geworben, die Verbraucherzentrale von Baden Württemberg warnte umgehend vor diesem Beteiligungsmodell. Die Verbraucherschützer wiesen auf die fehlenden Netzanbindungen für die beworbenen Windparks hin.

Durch die Insolvenz von Windreich wurde auch die Schweizer Privatbank Sarasin in Mitleidenschaft gezogen. Das Institut hatte Windreich mit einem Kredit in Höhe von 70 Millionen Euro geholfen, welcher jetzt gefährdet ist. Zeichner der Windreich Beteiligungen haben mittlerweile Klage gegen die Schweizer Bank eingereicht, weil sie von diesem unzureichend über die Risiken informiert worden sein sollen.

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