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Windreich schon länger pleite?

Der Ökostromlieferant Windreich musste zum September letzten Jahres Insolvenz anmelden. Erste Untersuchungen der Insolvenzverwaltung ergaben, dass die Firma bereits seit zwei Jahren zahlungsunfähig ist. Der schwere Verdacht der Insolvenzverschleppung lässt jetzt den Staatsanwalt aktiv werden.


Windreich

Windreich - ein Unternehmen mit großen Plänen

Die Leitung des Windreich-Unternehmens wollte maßgeblich zur Energiewende beitragen und eine führende Rolle am deutschen Strommarkt übernehmen. Dafür plante der Energielieferant sogar, eine eigene Strommarke zu etablieren.
Der Verdacht der Verschleppung der Insolvenz stand bei Windreich schon im März 2013 im Raum. Er war auch Anlass für eine von den Behörden durchgeführte Hausdurchsuchung bei dem Betreiber, bei der 1.200 Ordner mit angeblich belastenden Dokumenten beschlagnahmt wurden. 

Die Aktion verunsicherte vor allem einige tausend Anleger, die dem Unternehmen weit über 120 Millionen Euro anvertraut hatten. Sie fragen sich besonders seit dem September des letzten Jahres, was mit ihren Geldern passiert ist und versuchen, den Wahrheitsgehalt der behördlichen Vorwürfe herauszufinden. Denn in diesem Monat wurden sie vom Insolvenzantrag des Unternehmens Windreich überrascht.

Windreich stellt die Zahlungsunfähigkeit infrage

Der Energiepionier war bei seinen Mitarbeitern äußerst beliebt, denn sie konnten bei Windreich immer besser als bei vergleichbaren Unternehmen verdienen. Der Gründer der Firma, Willi Balz, engagierte sich überdurchschnittlich für seine Vision und half dem Unternehmen mehrmals mit seinem Privatvermögen über Durststrecken hinweg.

Doch auch die Finanzspritzen halfen nur bedingt, die Insolvenz brachte im Oktober eine fast hundertprozentige Liquiditätslücke zum Vorschein. Der Insolvenzverwaltung zufolge standen 179 Millionen Euro an Verbindlichkeiten nur gut vier Millionen Euro liquide Gelder gegenüber.

Der Initiator von Windreich sieht allerdings keine Anzeichen von Zahlungsunfähigkeit. Er hat dem Unternehmen über 30 Millionen Euro zur Überbrückung der üblicherweise langen Durststrecken im Windgeschäft zur Verfügung gestellt. Seinen Aussagen zufolge hätte er dies niemals getan, wenn wirklich eine Insolvenz anzunehmen wäre.

Da sich der Staatsanwalt in den Fall eingeschaltet hat, sind momentan wenig Details zum Verdacht der Insolvenzverschleppung erhältlich.

 

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