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Wohnungslosigkeit: eine Herausforderung

Zunehmende Wohnungslosigkeit wird vor allem in den Metropolen Deutschlands zur Herausforderung. Angesichts ständig knapper und teurer werdenden Wohnraums leben heute bereits annähernd 300.000 Menschen ohne Mietvertrag, die Zahl soll 2016 um weitere 100.000 steigen.


Wohnungslosigkeit

Wohnungslosigkeit - ein überall anzutreffendes Phänomen

Die Situation ist durch einen generellen Mangel an preiswerten Wohnungen entstanden und ist in armen wie reichen Städten gleichermaßen zu begegnen. Die Behörden verweisen darauf, dass Wohnungslosigkeit nicht mit Obdachlosigkeit gleichzusetzen sei, allerdings sind die spürbaren Auswirkungen für die Betroffenen identisch. Wer seine Wohnung verliert, konnte in vielen Fällen die steigende Miete nicht mehr bezahlen und wird folgerichtig zwangsgeräumt. 

Arme mehr betroffen

Ein großer Teil der von Wohnungslosigkeit betroffenen Bürger bezieht Hartz IV, die rapide steigenden Mieten finden in den Jobcentern nur wenig Verständnis. Die Empfänger der Grundsicherung hätten in zahlreichen Fällen die Differenz aus eigener Tasche bezahlen müssen, doch nur die Wenigsten können sich dies leisten. 

Was steckt hinter der Wohnungslosigkeit?

In erster Linie eine Gesellschaft, die beim Tanz ums Goldene Kalb jeden Sinn für soziales Miteinander verloren hat. Während oft unterbezahlte Arbeiter die Luxusappartements der Reichen erbauen, "vergessen" die Städte die rechtzeitige Errichtung bezahlbarer Wohnungen für weniger Betuchte.

Wie unfähig die Behörden mittlerweile sind, wird an der bayrischen Landeshauptstadt ersichtlich. In München wandten sich 2014 nahezu 20.000 Menschen an das Wohnungsamt: Ihr Anliegen war die drohende oder bereits bestehende Wohnungslosigkeit. Nach peinlicher Befragung der Antragsteller wurden 13.000 Fälle akzeptiert. Für gerade einmal 3.500 Personen konnten inzwischen neue Wohnungen gefunden werden.

Der Run auf die Metropolen

Der Zeitgeist Wohnungslosigkeit ist einer erneut registrierbaren Landflucht zu verdanken, viele junge Leute suchen zu Recht ihr Glück in den Großstädten. Denn hier erwartet sie neben besser bezahlten Jobs auch ein ihnen entsprechendes Freizeitangebot. Auf dem Land stehen Eigenheime und Wohnungen leer, denn hier gibt es weder Arbeit noch Entertainment. In einer kapitalistischen Gesellschaft regeln sich alle Preise über Angebot und Nachfrage. Die Verantwortlichen haben dies entweder übersehen oder im Interesse Dritter übergangen. Im Ergebnis haben wir nun bundesweite Wohnungslosigkeit.


 
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