Ausbildungsversicherung oder Fondssparplan - was macht wirklich Sinn?

Aktuelle Statistiken gehen davon aus, dass für Ausbildung oder Studium heute Beträge zwischen 35.000 und 65.000 Euro fällig werden - Vorsorge in diesem Bereich ist also wichtig und wird von vielen Menschen angestrebt. Die Ausbildungsversicherung gehört vor diesem Hintergrund zu den genialen Marketingideen der Assekuranzen.


Fondssparplan

Vor allem bedient sie allerdings den Versorgungswunsch der Eltern und Verwandten, die das Neugeborene oder Kleinkind bei seinem Start ins Leben umfassend unterstützen wollen. In der Praxis ist die Ausbildungsversicherung sowohl renditeschwach als auch überteuert. Eine deutlich leistungsstärkere Sparlösung ist ein Fondsparplan, der bei kluger Wahl der Fonds hohe Erträge liefert.

Die Ausbildungsversicherung - Kapitallebensversicherung mit Sonderkonditionen

Für eine Ausbildungsversicherung wird eine Police abgeschlossen, deren Laufzeit sich meist im Rahmen von 18  bis 25 Jahren bewegt, nach deren Ablauf der Begünstigte eine bei Abschluss des Vertrages festgelegte Versicherungssumme erhält. Für eine Ausbildungsversicherung entscheiden sich viele Familien vor allem wegen ihrer scheinbar attraktiven Sonderkonditionen: Stirbt der Versicherungsnehmer - Eltern, Großeltern oder andere Verwandte - vor Ablauf des Vertrages, wird dieser beitragsfrei gestellt, das Kind erhält zum Fälligkeitstermin die volle Versicherungssumme.

Versicherungsexperten und Verbraucherschützer wissen, dass eine Ausbildungsversicherung die gleichen Schwächen aufweist wie jede andere Kapitallebensversicherung auch: Renditen auf dem Niveau eines konventionellen Sparbuchs, geringe Flexibilität und hohe Kosten, bei denen außerdem das Alter des Versicherungsnehmers ins Gewicht fällt. Falls die Ausbildungsversicherung aus irgendeinem Grund vorzeitig gekündigt wird, geht durch den geringen Rückkaufwert ein großer Teil des Anlagevermögens verloren. Eine deutlich attraktivere Lösung ist hier ein Fondssparplan.

Fondssparplan für Ausbildung und Studium - optimal mit ETFs

Fondssparpläne gibt es schon seit vielen Jahren. Bei guter Streuung und einer langfristigen Geldanlage bieten sie nicht nur sehr attraktive Renditen, sondern auch ein hohes Maß an Sicherheit. Bei einem Anlagehorizont von 15 bis 20 Jahren ist ein aktienorientierter Fondssparplan auf jeden Fall empfehlenswert. Eine moderne Lösung dafür sind ETFs: Die Indexfonds bilden ganze Märkte oder Branchen ab, mit drei bis vier breit gestreuten ETFs partizipieren Anleger an der globalen Marktentwicklung. Ein darauf aufgebauter Fondssparplan ist zukunftsfähig, transparent und im Vergleich zur Ausbildungsversicherung sehr kostengünstig. Gleichzeitig limitieren ETFs durch ihre breite Streuung das Risiko der Geldanlage.

Durch Kombinationen aus Fondssparplan und Anleihen-Investitionen lässt sich dieses weiter minimieren, so dass der Zukunft des Kindes oder Enkelkindes zumindest finanziell nichts im Wege steht. Anleger, die sich für einen Fondssparplan zur Absicherung der Ausbildungskosten ihres Kindes entschieden haben,  müssen vorab selbstverständlich trotzdem einige Eckdaten ihres persönlich optimalen Anlagemodells definieren, die Fragen dabei reichen von Sicherheit und Flexibilität bis zu den prognostizierbaren Renditen.  

Für einen Fondssparplan - ETFs sind da nur eine Möglichkeit -, der sowohl globale Renditechancen als auch Sicherheiten bietet, empfiehlt sich die Zusammenarbeit mit einem wirklich unabhängigen Berater, der für seine Kunden ohne Provisionserwartungen, sondern ausschließlich auf Honorarbasis tätig wird. Der wird Ihnen auch andere Umsetzungsmöglichkeiten (u.a. auch aktiv gemanagte Investmentfonds) vorführen und in das jeweilige Anforderungsprofil einpassen.


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