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Deutsche Lebensversicherungen immer noch sicher?

Die größte Herausforderung für die Lebensversicherer ist das anhaltende Niedrigzinsniveau, sie haben dadurch Probleme, die garantierten Zinsen zu erwirtschaften. Dieser Beitrag beschäftigt sich daher mit der Frage, ob die deutsche Lebensversicherung weiterhin als sicher gelten kann.


Lebensversicherung

Die Anbieter der Lebensversicherung sind auf Krisen gut vorbereitet

Zu diesem Ergebnis kommen Institutionen wie beispielsweise Fitch-Rating. Sie bestätigen, dass die Versicherer in der Lage sind, ihren Kunden die Mindestgarantien auch über längere Zeiträume zu gewähren. Daher wurden die Ratings von allen Agenturen bestätigt, ein Anbieter erfuhr eine Hochstufung von A+ auf AA-. Die Aussichten für die Lebensversicherung bleiben also gut, es wird darüber hinaus für das kommende Jahr wieder mit steigenden Neugeschäften gerechnet.

In Expertenkreisen überraschte die aktuelle Stabilität der Lebensversicherung, aufgrund der anhaltend niedrigen Zinsen, hatten die Fachleute eher sinkende Überschussdeklarationen vermutet. Nach wie vor ergeben sich keine Alternativen zu Lebensversicherungen, zumindest nicht im direkten Vergleich mit Sparbuch und Festgeldanlage. Die Versicherer sind jedoch an ihre Zinsgarantien gebunden, daher ist es auch wenig ratsam die Policen vorzeitig zu kündigen, die Sparer verlieren dabei viel Geld. Wer seine Lebensversicherung nicht mehr länger bezahlen kann, sollte sie besser auf dem Zweitmarkt verkaufen, dort können faire Preise erzielt werden. 

Die Lebensversicherung soll noch sicherer werden.

Die Versicherer verwalten Kundengelder, welche überwiegend zur Absicherung des Ruhestands angelegt wurden. Sie haben daher enorme Verantwortung und müssen ständig auf die Balance zwischen Kundeninteressen und Stabilitätsanforderungen achten. Die Aufsichtsbehörden werden die strengen Regeln für die Branche durch Solvency II weiter verschärfen, die Versicherer sollen vor allem ihre Eigenkapitalquote deutlich erhöhen.

Mehr Eigenmittel müssen beispielsweise dann nachgewiesen werden, wenn der Versicherer höheres Anlagenrisiko in Kauf nehmen möchte, zum Beispiel durch eine höhere Aktienquote. Des Weiteren sollen mit Solvency II die Berichtspflichten strenger geregelt und mehr Überwachung eingeführt werden. Durch die neue Regelung können kapitalstarke Anbieter der Lebensversicherung besser am Anlagenmarkt agieren, die Risiken tragen sie jedoch selbst durch ihr zuvor erhöhtes Eigenkapital.

Zur Erfüllung der neuen Sicherheitsvorschriften müssen die Versicherer pro Jahr drei bis fünf Milliarden Euro zurücklegen. Sechzehn Jahre sollen sie Kapital ansammeln, um ihre langfristig garantierten Zinsen auf ein solides Fundament zu stellen. Für Kunden bleibt die Lebensversicherung daher weiter sicher und auf lange Zeit attraktiv. 

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