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Die Federal Reserve (FED) wird 100.

Die FED ist unbestritten die mächtigste Zentralbank auf dieser Welt. Sie wurde vor einhundert Jahren gegründet, nachdem zwei Vorgängerinstitutionen kläglich gescheitert waren. Doch auch mit der aktuellen Notenbank sind längst nicht alle Amerikaner einverstanden.


FED

Die beiden Vorgänger der FED.

Bereits im Jahr 1791 wurde vom Kongress die sogenannte "Erste Bank" ins Leben gerufen. Doch die Inszenierung einer Zentralbank warf im Kabinett des damaligen Präsidenten George Washington große Gegensätzlichkeiten auf. Diese bescherten den Amerikanern neben der Notenbank ein bis in die jüngste Zeit bestehendes Zweiparteiensystem.  Das Experiment Zentralbank war bei den Politikern sehr umstritten und fand daher schon nach zwanzig Jahren ein Ende.

Doch auch der "Second Bank" war kein besseres Schicksal bestimmt, auch sie beendete ihre Geschäftstätigkeit nach knapp zwei Jahrzehnten. Der damals amtierende Präsident Andrew Jackson hatte kein gutes Verhältnis zu der Institution, sie war für seine politische Einstellung viel zu elitär. Dagegen ist der dritte Versuch einer funktionierenden Zentralbank scheinbar besser geglückt. Die FED hat das erste Jahrhundert ihrer Amtstätigkeit unangefochten hinter sich gebracht und steht heute auf deutlich sichereren Beinen als ihre beiden Vorgänger. 

Die FED ist sich ihrer Wichtigkeit bewusst.

Die FED hat keinerlei Existenzsorgen, denn sie ist als global wichtigste Notenbank unentbehrlich für die größte Volkswirtschaft dieser Erde. Sie stützte und lenkte die amerikanische Wirtschaft während der großen Depression, begleitete durch militärische Auseinandersetzungen und mehrere Rezessionen. Sie ist weitgehend unabhängig von der Politik, sie überwacht und reguliert die nationalen Banken. Sie übt ihren Einfluss besonders bei der Kreditvergabe aus, denn ihr Hauptziel besteht in optimaler Beschäftigungslage, begleitet von stabilen Preisen. Die Macht bei der FED teilen sich sieben vom amerikanischen Präsidenten für vierzehn Jahre ernannte Mitglieder des Gouverneurrates mit zwölf Leitern nationaler Notenbanken. Sie entscheiden letztendlich über das Auf und Ab der US-amerikanischen Konjunktur.

Der noch amtierende Chef der FED, Ben Bernanke war in der Öffentlichkeit bekannter als seine Vorgänger. Auch er wird in Kürze sein Amt abgeben, seine Nachfolgerin wird seine jahrelange Stellvertreterin Janet Yellen. Sie wird den derzeitigen Kurs der Federal Reserve beibehalten und die Liquidität langsam zurückfahren. Den Leitzins wird die FED in den nächsten Monaten kaum verändern, es soll erst der Rückgang der Arbeitslosigkeit auf unter 6,5 Prozent abgewartet werden.

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