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Kratzt China am guten Ruf der deutschen Autobauer?

Im chinesischen Staatsfernsehen wurde die Behauptung aufgestellt, die deutschen Autobauer wie BMW, Daimler und Audi würden in ihren Fahrzeugen gesundheitsschädliche Dämmstoffe in den Innenräumen verarbeiten. Von den Konzernen werden die Vorwürfe zurückgewiesen.


Kratz China am guten Ruf der deutschen Autobauer?

Im Rahmen einer Sendung, die das chinesische Staatsfernsehen ausstrahlte, beschwerte sich ein Kunde, der Besitzer eines BMWs ist, mit den Worten, man solle ihm bloß nicht mit Bau und Ma kommen, so ein Bericht im „Spiegel“. Er habe für die Beseitigung des Gestanks in seinem Fahrzeug rund 100.000 Yuan, etwas 12.000 Euro, ausgeben müssen.

Ein Mercedes-Fahrer klagt in der gleichen Sendung über ständige Müdigkeit und Schwindelgefühle, sofern er mit seinem Auto unterwegs sei. Materialproben der Dämmstoffe sollen bei einer Untersuchung durch die Universität in Peking ergeben haben, dass die in den Fahrzeugen verwendeten Dämmstoffe Bitumen enthalten sollen. Von den drei großen Auto-Konzernen wurden die Vorwürfe zurückgewiesen, alle verwendeten Dämmstoffe würden den internationalen Standards entsprechen.

Volkswagen musste sich bereits Mitte diesen Monats von Chinas Staatssender den Vorwurf schadhafte Getriebe verbaut zu haben, gefallen lassen. Nur wenig später wurden knapp 400.000 Fahrzeuge von Volkswagen zurückgerufen.

In dem Medienbericht wurde ein chinesischer Autoexperte mit der Aussage zitiert, dass er nicht erwarte, dass BMW, Daimler und Audi ähnlich reagieren werden. Darüber hinaus würde es den Autoexperten verwundern, dass man vonseiten des Staatsfernsehens lediglich auf die Luft in Innenbereich der Luxuslimousinen gezielt habe, im aktuellen Winter sei die Luft draußen noch um einiges schlechter. (DR/BHB)


 
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