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Sicherheiten: ein wichtiges Thema für Existenzgründer

Jede Existenzgründung benötigt Kapital. In der Regel reichen die eigenen Mittel zur Finanzierung aber nicht aus, so dass Existenzgründer auf die Fremdfinanzierung über Kredite zurückgreifen müssen. Banken sind in der Regel nur zur Kreditvergabe bereit, wenn ausreichend Sicherheiten vorhanden sind. Für Existenzgründer ist das nicht selten ein Problem.


Sicherheiten

Oft fehlen Sicherheiten 

Grundsätzlich gibt es viele Möglichkeiten, Kredite abzusichern. Zu den werthaltigsten Sicherheiten gehören zweifellos Grundpfandrechte. Mit einer Grundschuld  oder Hypothek können in die Gründung eingebrachte Grundstücke und Immobilien als Sicherheit dienen. Die Verpfändung von Depots und Bankguthaben, die Abtretung von Forderungen oder die Sicherungsübereignung von Geschäftseinrichtungen, Maschinen und Fahrzeugen bilden andere Möglichkeiten der Absicherung. Alle diese Sicherheiten setzen Vermögen voraus. Das bringen aber gerade viele Existenzgründer nicht mit. 

Bürgschaften als Ersatz 

Eine Lösung kann eine Bürgschaft durch Dritte, zum Beispiel Familienangehörige oder Freunde, sein. Der Bürge tritt hier mit seiner Bonität für den Existenzgründer ein. Entsprechende Bonität des Bürgen vorausgesetzt, werden Bürgschaften von Banken als vollwertige Sicherheiten akzeptiert. Doch längst nicht jeder Existenzgründer kann auf eine solche Lösung zurückgreifen. In diesen Fällen können Bürgschaften von Bürgschaftsbanken weiterhelfen. Bürgschaftsbanken sind Selbsthilfeeinrichtungen der mittelständischen Wirtschaft in den Bundesländern, die Existenzgründer und kleine und mittlere Unternehmen über Bürgschaften bei fehlenden Sicherheiten unterstützen. 

Haftungsfreistellung und Fördermittel mit Eigenkapitalfunktion

Eine vergleichbare Möglichkeit bieten Förderprogramme mit Haftungsfreistellung. Es gibt Förderdarlehen, bei denen das Förderinstitut die finanzierende Bank zum Teil von der Haftung bei Zahlungsausfall des Kreditnehmers freistellt. Das erhöht die Bereitschaft der Bank zur Kreditvergabe auch ohne bankübliche Absicherung. Ein weiteres Förderinstrument, das die Haftungsbasis erweitert, sind Darlehen mit Eigenkapitalcharakter. Typischerweise handelt es sich dabei um Nachrang-Darlehen. Sie erweitern die Eigenkapitalbasis des Existenzgründers und schaffen so zusätzliche Finanzierungsspielräume - ggf. auch ohne Sicherheiten. 

Unerlässlich: ein tragfähiges Konzept

Voraussetzung für Bankdarlehen, Bürgschaften von Bürgschaftsbanken und Förderkredite ist immer ein überzeugendes Unternehmens- und Gründungskonzept. Es wird in einem sogenannten Business Plan dargelegt. Im Business Plan präsentiert der Existenzgründer seine Idee, deren Umsetzung mit dem Gründungsvorhaben und die Erfolgsperspektiven anhand entsprechender Planungsrechnungen. Je besser der Business Plan ist, umso größer sind die Chancen, auch finanzielle Mittel zu erhalten. Vertrauenswürdigkeit ist letztlich das größte Kapital und die beste Sicherheit von Existenzgründern.

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