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Wölbern: Fonds fordern Millionen

Schadensersatz in Millionenhöhe, das verlangen knapp 30 Immobilienfonds der Wölbern Invest von der renommierten Anwaltskanzlei Bird & Bird. Die Anwälte sollen aufgrund diverser Beratungsfehler gegenüber dem ehemaligen Chef der Investmentfirma bezahlen.


Wölbern

130 Millionen Euro gefordert

Der Fall Wölbern tritt in ein neues Stadium und stellt eine international tätige Anwaltskanzlei in den Fokus. In Zusammenarbeit mit einem Hamburger Rechtsanwalt formulieren Insolvenzverwalter sowie Gesellschafter eine Wiedergutmachungsklage, deren Höhe bei mindestens 130 Millionen Euro liegt. Diese Summe sollen die Anwälte und mittlerweile ausgeschiedene Mitarbeiter entrichten. 

Der Hintergrund

Schulte wurde von Bird & Bird in seiner Funktion als Unternehmens-Chef bei verschiedenen Finanztransfers beraten, in der Folge sei es bei den betroffenen 29 Immobilienfonds zu schwerwiegenden Deckungslücken gekommen. Die Kanzlei Bird & Bird sieht für die Klage keinen Grund, der ehemalige Chef von Wölbern sei zwar eng beraten worden, zu Verfehlungen soll es dabei allerdings nicht gekommen sein. Die Sozietät kündigte erbitterten Widerstand an.

Wölbern im Rückblick

Der Mediziner Schulte erwarb das Bankhaus Wölbern 2006 und trennte die Fondsparte des Unternehmens im Folgejahr ab. Schulte steht seit Mai 2014 in Hamburg vor Gericht, er soll in mehr als 300 Einzelfällen insgesamt 150 Millionen Euro aus den Fonds entwendet haben. Schulte weist diesen Vorwurf entschieden zurück, auch sollen keine 60 Millionen davon auf seine Privatkonten geflossen sein. 
Die Beziehung zwischen Schulte und der Kanzlei Bird & Bird gibt dem Staatsanwalt Rätsel auf, die Anwälte tragen allerdings wenig zur Klarheit bei. 

Mit Schulte in einem Boot?

Während die Anwälte schweigen, bringen diverse Mails etwas Licht in die Dunkelheit. Die Mailkorrespondenz zwischen Bird & Bird und der Wölbern Führung gibt Einblick in mehr Zusammenarbeit, als die Anwälte jetzt zugeben wollen. Sie genügen den Behörden für ein Verfahren wegen Beteiligung. Auch bei privaten Anlässen zeigte Schulte starke Verbundenheit mit den Anwälten, so saßen sie beim Hamburger Hafencity-Event beispielsweise dicht beieinander. Ein Ende beim Wölbern Prozess lässt sich derzeit nicht absehen.


 
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