Asien im Goldrausch

In Asien ist der Goldrausch ausgebrochen, das wachsende Interesse konzentriert sich in erster Linie auf kunstvoll gearbeitete Schmuckstücke aus Gold.


Goldrausch

Dahinter stehen tief verwurzelte Traditionen, welche durch gefallene Goldkurse gefördert werden.

Steigende Nachfrage in Asien

Derzeit ist die Schweiz noch die führende Drehscheibe für den weltweiten Goldhandel, die Abnehmer ­befinden sich jedoch in immer ­selteneren Fällen in europäischen Ländern.

Durch den Goldrausch in Asien wird das Edelmetall in zunehmendem Maße von Nationen wie 

  • Indien
  • Thailand
  • China
  • und Singapur begehrt.

Nach Deutschland gingen im letzten Monat lediglich sechs von insgesamt 33 Tonnen des Edelmetalls. Die von der Schweiz nach Asien versendeten Goldmengen stammen zu großen Teilen aus westlichen Industrieländern, wie beispielsweise Italien Großbritannien oder den Vereinigten Staaten. Darüber hinaus sind Fördernationen wie Chile wichtige Lieferanten für den asiatischen Goldrausch.  

Der zunehmende Goldrausch in Asien hat mehrere Gründe. Zum einen wird in asiatischen Ländern traditionell Goldschmuck zu Hochzeiten und anderen feierlichen Anlässen verschenkt. Damit zeigt der Gebende seine Wertschätzung gegenüber dem oder der Beschenkten. Zum anderen hat Gold in Asien eine vorsorgende Funktion und ersetzt dadurch die meist immer noch fehlenden Sozialsysteme. Im Notfall ist Schmuck aus reinem Gold schnell und mit nur geringem Verlust verkaufbar, wenn beispielsweise Krankheit oder der Tod eines Angehörigen außergewöhnlich große Geldmengen erfordern.  

Der im letzten Jahr enorm gefallene Goldpreis wird von Asiaten vermehrt zur Aufstockung des Bestands genutzt, hier stützt sich der Goldrausch weiterhin auf großes Vertrauen in die Wertbeständigkeit des Edelmetalls.  

Gold fließt vom Westen in den Osten

Westliche Kapitalanleger trennen sich aktuell von ihren Goldbeständen, welche sie meist vor vielen Jahren erstanden haben. Sie investierten in Gold zu Zeiten niedriger Kurse und erzielen trotz des jüngsten Preisverfalls noch lukrative Gewinne.

Manche Investoren flüchteten angesichts der Finanzkrise 2008 in das Edelmetall, weil sie von ihm Schutz gegen den befürchteten wirtschaftlichen Zerfall erhofften. Nach dem Ausbleiben des großen Crashs wollen sie Kapital für andere Investitionen freimachen und nutzen den asiatischen Goldrausch zum Verkauf.

Neue Drehscheibe

Aus dem durch den Goldrausch geförderten West-Ost-Trend könnte eine neue Edelmetall-Drehscheibe in Asien entstehen. Im Zentrum der Abnehmerländer bietet sich der Stadtstaat Singapur als neuer Mittelpunkt des Goldhandels an. Der Finanzstandort Singapur ist bestrebt, zukünftig mehr Engagement als Handelsplatz für Edelmetalle an den Tag zu legen. Die dortige Börse hat die Schmuckfabrikanten in Asien im Fokus und bietet dieser Zielgruppe weltweit einmalig Handelskontrakte auf 25 Kilogramm physisch lieferbares Gold an.

Ob der asiatische Goldrausch länger anhält, hängt in erster Linie von der Preisentwicklung für das Edelmetall ab - und da gehen die Ansichten enorm weit auseinander.


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