Investieren mit Dimensional

Dimensional ist eine Kapitalanlagegesellschaft, die 1981 in den USA gegründet wurde und einen wissenschaftlichen Investmentansatz verfolgt. Im Vorstand des Unternehmens sitzen seit Beginn renommierte Finanzwissenschaftler. Dadurch ist es möglich, die modernsten Theorien und Forschungsergebnisse in die Praxis umzusetzen. Dimensional ist geprägt von einem ungebrochenen Glauben in die Finanzwissenschaft und die Effizienz der Kapitalmärkte.


Dimensional

Die Märkte werden als Verbündete, nicht als Gegner betrachtet.

Demnach spiegeln Märkte ein komplexes Netzwerk von Informationen, Erwartungen und menschlichem Verhalten wider. Es wird angenommen, dass Wertpapierkurse diese Informationen zu jedem gegebenem Zeitpunkt beinhalten. Daher sind Marktpreise „faire“ Preise und der gegenwärtige Marktpreis ist die beste Schätzung des zukünftigen Marktpreises.

Das bedeutet, dass es Fondsmanagern mit Hilfe von aktiven Anlagestrategien nicht gelingen kann, dauerhaft besser abzuschneiden als ein Vergleichsmarkt. Denn alle neuen Informationen, die einen Einfluss auf den Wert eines Finanztitels haben, spiegeln sich in den Kursen wider. Der Preis eines Finanztitels entspricht also weitgehend dessen innerem Wert.

Während sich diese These der effizienten Kapitalmärkte in den Wirtschaftswissenschaften fest etabliert hat, herrscht in der Praxis längst keine Einigkeit über deren Gültigkeit. Fakt ist, dass es rund 90 Prozent der aktiven Fondsmanager über einen Zeitraum von zehn oder mehr Jahren nicht schaffen, ihre Vergleichsindizes zu schlagen.

Sicherlich wird es immer einzelne Fonds geben, die über Jahre hinweg eine überlegene Performance aufweisen. Doch diese Fonds sind im Voraus zu finden, erweist sich als kaum möglich und eine jahrelange Outperformance ist keine Garantie für eine überdurchschnittliche Wertentwicklung in der Zukunft.

Grundsätzlich ist der Ansatz von Dimensional also dem Lager des „passiven Investieren“ zuzuordnen.

Was unterscheidet diesen Ansatz aber nun von anderen?

Traditionelle Asset-Manager tun eines von zwei Dingen: Aktive Manager versuchen durch Einzeltitelwahl den Markt zu schlagen. Und Manager von Indexfonds zeichnen lediglich willkürliche Benchmarks nach. Dimensional wählt einen anderen Weg. Strategien werden auf der Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnisse strukturiert, nicht auf der Basis von Spekulationen oder kommerziellen Indizes. Nebenwertestrategien zielen konsistenter auf kleinere Aktienwerte. Value-Strategien zielen mit größerem Fokus auf Wertrenditen. Im Ergebnis erhalten die Investoren konsistentere Portfoliostrukturen.

Die Dimensionen

Die Erkenntnisse über erwartete Renditen können in drei Dimensionen zusammengefasst werden. Erstens sind Aktien mit größerem Risiko behaftet als Anleihen und haben langfristig eine höhere erwartete Rendite. Die relative Wertentwicklung von Aktien gegenüber anderen Aktien hängt von den zwei weiteren Dimensionen klein/groß und „Value"/„Growth" ab. Viele Wirtschaftswissenschaftler kommen zu dem Ergebnis, dass sich Nebenwerte und „Value"-Aktienwerte langfristig überdurchschnittlich entwickeln werden.

Transaktionskosten

Die Gestaltung von Portfolios über breit definierte Renditequellen eröffnet Dimensionals Managern Chancen für Wertsteigerungen. Anstatt der einfachen Nachzeichnung eines Index werden Abweichungen von den Indexgewichtungen in Kauf genommen und die Hinzunahme von Aktien anderer Anlageklassen erlaubt. Diese Flexibilität verringert Transaktionskosten, die sonst durch den Zwang, einen Index genau nachzubilden, entstehen.

Der Handel mit Aktien und insbesondere mit Aktien geringer Marktkapitalisierung ist kostspielig. Diese Kosten entstehen leicht, wenn einer Erwartung entsprochen werden muss oder einem Index zu folgen ist. Diese werden tief in Bilanzen und Anlagenbüchern verborgen, aber der Investor bezahlt dafür mit niedrigeren Renditen. Umsichtiges Handeln kann die Kosten reduzieren und kommt direkt der Anlegerrendite zugute.

Dimensional konzentriert sich auf einen effizienten Wertpapierhandel. Wenn andere sich genötigt sehen, zu handeln, kann sich Dimensional Zeit lassen. Durch Transaktionen mit über 12.000 Aktienwerten pro Jahr über eine hochmoderne Handels-Infrastruktur entstehen Gelegenheiten für einen kostengünstigen und lukrativen Handel. Im Ergebnis führt die Kombination aus Investmentphilosophie und Handelsmacht zu einer entsprechenden Performance.

Fazit

Dimensional führt die passive Anlagestrategie noch einen Schritt weiter und eignet sich daher hervorragend für den gut informierten Anleger, der an empirisch nachweisbare wissenschaftliche Ergebnisse glaubt. Der so ausgerichtete Investor muss allerdings bereit sein, sich von gewohnten Mustern zu verabschieden. So sollte er unter anderem den Prognosen der „Börsengurus“ kein Gehör mehr schenken.

Wer seine Anlagestrategie mit Dimensional umsetzen möchte, muss sich an einen an einen akkreditierten Berater wenden, da die Fonds für den Endverbraucher nicht direkt zugänglich sind. Denn ohne die dauerhafte Unterstützung durch einen versierten Berater besteht die Gefahr der Aufgabe dieser langfristig ausgerichteten Strategie. Sie ist faszinierend logisch, bestechend klar und erfordert Disziplin – dazu ist aus Sicht von Dimensional ein gut ausgebildeter Berater unabdingbar. 

Da diese Fonds keine Ausgabeaufschläge und auch keine sonstigen Provisionen enthalten, dürften nur Honorarberater die richtigen Ansprechpartner sein.


Dieser Text ist vom Autor freigegeben worden. Er trägt daher die alleinige inhaltliche und presserechtliche Verantwortung. Eine Haftung anderer Personen/Institutionen ist ausgeschlossen.

  

 

 

 

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