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Energiewende: Ökostrom Subvention drosseln

Das EEG-Gesetz hat sich in puncto Energiewende als nicht nachhaltig erwiesen und bedarf eigentlich dringender Überarbeitung. Ausgerechnet einer der Initiatoren will jetzt die auch von ihm angeregte Förderung von Ökostrom drosseln.


Energiewende, Ökostrom

Das EEG wird aus Kostengründen unsympathisch

Rainer Baake war im Jahr 2000 grüner Umweltsekretär und hat fleißig seine Ideen in das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) eingebracht. Obwohl er schon damals nicht sehr beliebt war, machte er sich für die großzügige Förderung und damit dem Überfluß von Ökostrom stark. Nach nunmehr 13 Jahren Energiewende und Ökostrom zieht sich der jetzige Leiter der Umweltdenkfabrik Agora wieder den Zorn der Öffentlichkeit zu, jedoch aus völlig anderen Gründen.

Jetzt will er die auch von ihm befürworteten Subventionen für Ökostrom auf ein Minimum zusammenstreichen, damit die Energiewende nicht im Sand verläuft. Durch die sowieso schon zusammengestrichenen Subventionen ergeben sich für die verschiedenen Energiegewinnungsmodelle derzeit folgende Vergütungslimits: Windkraft 9-10 Cent/kWh, Photovoltaik 10-14 Cent/kWh, WKAs auf See 18 Cent/kWh, Biogasanlagen maximal 25 Cent/kWh und Geothermieanlagen 30 Cent/kWh. Geht es nach Herrn Baake, sollen alle Neuanlagen in jedem Segment nicht mehr als 9 Cent pro kWh Fördermittel erhalten.

Die Ideen des Herrn sind nach seinen eigenen Angaben das Produkt aufwendiger Rechenmodelle, die aufzeigen, wie teuer die Stromproduktion in verschiedenen Kraftwerkstypen ist. Das Ergebnis ist, das alle Varianten der Stromerzeugung mit acht bis neun Cent pro kWh auskommen können.  Daraus zieht Herr Baake den Schluss, dass die Energiewende mit den niedrigeren Fördergeldern zu bezahlen sei, wenn nur die günstigsten Produktionsvarianten berücksichtigt würden.

Ökostrom und die gedrosselte Energiewende

Herr Baake arbeitet gerne mit dem Rotstift, er will neben vielen Milliarden an Fördergeldern auch die Stromproduktion auf hoher See streichen, weil sie zu teuer und unzuverlässig sei. Des Weiteren sollen auch verschiedene Hürden für die Energiewende seinem Rotstift zum Opfer fallen. Auch Vergünstigungen für Großabnehmer von Strom in der Industrie sollen nach seinem Willen gestrichen werden, dazu zählt die Befreiung von der EEG-Umlage für die Industrie. Auch den Eigenversorgern will der streichwütige Herr ans Eingemachte, diese Gruppe hält sich bewusst aus den Finanzierungen der Netze heraus, soll aber nach Herrn Baake mit zwangseingebunden werden. 

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