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Energiewende und Solarstrom a la francaise

Der einst auf seine Atommeiler so stolze Nachbar Frankreich versucht sich in der Energiewende nach deutschem Vorbild. Doch machen die Franzosen die gleichen Fehler wie ihre Nachbarn und lassen die Energiewende zu einem Schildbürgerstreich verkommen.


Energiewende, Solarstrom

Auch in Frankreich werden hohe Subventionen für Solarstrom bezahlt

Genau wie beim Nachbarn Deutschland führten diese zu außerordentlichen Belastungen der zur Abnahme verpflichteten Institutionen. Bis 2011 war der Ankaufspreis für Solarstrom auf 31,4 Cent/kWh und auf 22 Jahre Laufzeit festgelegt. Die Folge davon zeichnete sich ähnlich wie bei uns ab, der Staat musste zwischen 2007 und 2011 nahezu 800 Millionen Euro beisteuern. Bevor der Rechnungshof deutliche Worte darüber verlauten ließ, bedienten sich auch in Frankreich die Firmen zügellos an den Subventionen. Anfang 2011 kam es daher zu ähnlich unüberlegten Aktionen der Regierung wie bei dem deutschen Vorbild, es wurde ein dreimonatiger Baustopp für Solarstrom-Anlagen verhängt. Die erfolgversprechenden Afrika Vorhaben sind auf Eis gelegt.

Ähnlich wie in Deutschland hatten die mittelständigen Betriebe am meisten mit der Anordnung zu kämpfen, Entlassungen und Insolvenzen dezimierten den Markt für Solarstrom-Kraftwerke deutlich. Der marktbeherrschende Elektrizitätsmulti EDF verfolgt mit der Energiewende und seiner Solarstrom-Investition jedoch auch andere Ziele. Er ist sich der wachsenden Bevölkerungsschicht bewusst, die sich eine saubere Energieerzeugung wünscht und von Atomstrom eher Abstand nehmen möchte. Daher gibt sich der Betreiber von nahezu 60 AKWs einen großzügig subventionierten grünen Anstrich und heuchelt Engagement in der Energiewende.

Das eigentliche Problem der Energiewende liegt bei den Monopolisten

An dem ursprünglichen Sinn der Energiewende ist trotzt aller Unfähigkeit der Ausführenden nichts abhandengekommen. Atom- und Kohlestrom haben sich in der Vergangenheit als hinreichend gefährlich erwiesen und müssen schleunigst durch Solarstrom etc. ersetzt werden. Eine Energiewende war und ist daher unerlässlich. Woran sie bisher gescheitert ist, kann nur auf das Unvermögen der Ausführenden zurückgeführt werden, und auch auf die ungebrochene Macht der Monopolisten. Die sehen ihre Investitionen in AKWs und Kohlekraftwerke sowie die Profite in Gefahr und setzen die Regierungen unter Druck.

Auch in Deutschland geben sich die großen Vier gerne einen ökologischen Anstrich, erzeugen etwas Solarstrom oder Windkraft und lassen sich ihr Pseudoengagement sehr teuer vergüten. Offensichtlich haben auch die Franzosen in der EDF einen unerbittlichen starrköpfigen Verhandlungspartner. Die französische Energiewende wird ähnlich wie in Deutschland im Subventionssumpf enden und den Umweltschutz übertreiben,  bevor die ersten wirklichen Erfolge zu sehen sind.

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