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Hausfinanzierung – das sollte beachtet werden

Niemand macht gerne Schulden. Doch werden sich die meisten von uns ihren Traum vom Eigenheim wohl nur wahr machen können, indem sie sich Geld bei der Bank leihen. Finanzierungen dieser Art sind sehr langfristig, und bei der Materie Hausbau oder Wohnungskauf ist es nicht so wie im Supermarkt, wo man den Preis auf dem Schild bezahlt. Nein, beim Kauf bzw. dem Bau einer Immobilie kommen noch etliche Kosten hinzu, von denen man hoffentlich nicht erst im Nachhinein erfährt. Damit der Traum vom Haus kein Albtraum wird, sollte man daher einiges bei der Hausfinanzierung bedenken.


Kosten bei einem Immobilienkauf

Egal ob man baut, eine Wohnung kauft oder ein älteres bzw. fertiges Häuschen: Neben dem Kaufpreis kommt immer noch was oben drauf. Das ist natürlich der Kaufpreis als solcher, dann kaufbedingte Nebenkosten: Maklercourtage auf den Kaufpreis, Grunderwerbssteuer für die Immobilie oder das Grundstück, Gerichts- und Notarkosten. Die Kosten sind je nach Bundesland und Region unterschiedlich, so dass hier keine pauschale Aussage getroffen werden kann. Als reinen Richtwert kann man aber 10% der Kaufsumme alleine für die Nebenkosten annehmen. So werden aus hunderttausend mal eben hundertzehntausend Euro – sollte man wissen!

Lässt man sich kein Fertighaus bauen, sondern baut mit einem Architekten kommt dessen Honorar auch noch dazu. Darüber hinaus kommen natürlich weiche Kosten dazu, die sich nicht so leicht beziffern lassen. Z.B. kostet jede Verzögerungen bei der Baufertigstellung Geld, die eigenen Fahrten zur Baustelle verursachen Spritkosten, bei einer Bestandimmobilie sind noch Sanierungs- oder Renovierungsarbeiten fällig und ganz am Ende noch Kosten für den Umzug. Und das sind nur einige mögliche Punkte, die zu der Gesamtrechnung beitragen können.

Finanzierung – was kostet sie?

Zwar sind die Zinssätze für Kredite und Darlehen derzeit auf einem immer noch historischen Tief, aber über die lange Laufzeit fällt trotzdem einiges an Zinsen an. Um diese niedrig zu halten, sollte man über Eigenkapital verfügen. Mindestens die Kaufnebenkosten sollten aus eigener Tasche bezahlt werden können, ansonsten kann es nicht genug Eigenkapital sein. Zum einen sinkt die monatliche Belastung je geringer der Kredit. Zum anderen sollte man als Worst-Case-Szenario auch immer einen möglichen Hausverkauf mit einrechnen: Der Verkaufspreis des Hauses sollte den Kredit in jedem Falle decken. Je höher das Eigenkapital, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass dem so ist.

Dann sollte die Zinsbindung beachtet werden. Zwar kostet dies extra, jedoch ist hier die Planbarkeit ein zusätzliches Plus. Sollten die Zinsen zukünftig steigen, so muss nicht die gesamte Planung über den Haufen geworfen werden. Beachtung sollten auch die Bereitstellungszinsen finden. Wird der Kredit nämlich nicht zum vereinbarten Termin abgerufen, sondern – z.B. durch eine Bauverzögerung – erst später, dann verlangt die Bank zusätzliche Zinsen dafür, dass der Kredit ungenutzt herumliegt.

Dein eigenen Finanzbedarf realistisch einschätzen

Last but not least – voller Vorfreude auf das Haus will man alles möglich machen. Das heißt leider auch, dass in Bezug auf die Finanzen viel Optimismus an der Tagesordnung ist. Das ist zwar toll, aber was passiert, wenn der Arbeitgeber Pleite geht? Und auch wenn nicht, dann möchte das neue Auto trotzdem angeschafft werden, die Kinder machen teure Klassenfahrten, möchten teure Markenklamotten und das neue Handy ist auch verlockend. Der eigene Finanzbedarf sollte realistisch betrachtet werden, und nicht durch die Rosa Brille des zukünftigen Eigenheimbesitzers. Apropo – wer bezahlt eigentlich die Außenanlagen und den Carport?


 
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