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Infinus: Schon wieder Razzia

Wie die Staatsanwaltschaft Dresden mitteilte, wurden am letzten Mittwoch erneut Büros des Finanzdienstleisters Infinus AG durchsucht. Die Behörde beschlagnahmte neben drei Fahrzeugen weitere Geldmittel in noch unbekannter Höhe, festgenommen wurde jedoch niemand.


Infinus

Die Schlüsselrolle der "blauen" Infinus

Das verzweigte System der Firmengruppe teilt sich in zwei voneinander unabhängige Haftungsbereiche, die sogenannte rote Infinus ist nicht zu verwechseln mit der blauen. Als eigenständiges Haftungsdach ist dieser Teil zwar unabhängig von dem Rest der Fubus-Gruppe, hinter ihm stehen jedoch die gleichen Akteure. Die blaue Infinus steht im Mittelpunkt der staatsanwaltlichen Ermittlungen, weil über sie die Orderschuldverschreibungen vertrieben wurden.

Bei den Behörden wird vermutet, dass im blauen Bereich des Firmengeflechts Provisionszahlungen von mehr als 58 Millionen Euro zusammenliefen, welche aus den illegalen Tätigkeiten anderer Unternehmensteile stammen sollen. Die Behörden wollten mit der erneuten Polizei-Razzia verhindern, dass eventuell noch exsistierende Gelder dem staatlichen Zugriff vorenthalten werden. Die Hausdurchsuchung konzentrierte sich daher in erster Linie auf Gegenstände von Wert, wie beispielsweise teure Automobile, hochwertiges Bürointerieur sowie Bargeld.

Dem Finanzdienstleistungsinstitut droht eine weitere Insolvenz

Wie einem Gespräch mit dem Vorstandschef von Infinus zu entnehmen war, berät sich das Management derzeit mit seinen Anwälten. Siebzehn Unternehmen der Firmengruppe haben seit der ersten Behördenaktion im November 2013 die Insolvenz beantragt, von den zehn dringend verdächtigen Personen befinden sich fünf weiterhin in Gewahrsam. Der Dresdener Staatsanwalt hat den Vorstand des Konzerns im Verdacht, durch Bilanzfälschungen mehrere Tausend von Privatanlegern, um ihre Investments betrogen zu haben. 

Des Weiteren werfen die Behörden der Firmengruppe vor, ein Schneeballsystem betrieben zu haben. Bei dieser Vorgehensweise werden die Einzahlungen neuer Anleger lediglich dazu genutzt, zwischenzeitlich entstandene Ansprüche älterer Investoren zu begleichen. Der Großteil der Kundengelder wurde nie seinem ursprünglichen Verwendungszweck zugeführt.

Infinus selbst hat sich seit der zweiten Razzia nicht mehr der Presse gestellt, daher kann derzeit über die weitere Zukunft des Unternehmens nur vermutet werden.

 

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