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Riester: Versicherungslösungen nicht mehr gefragt

Die Riester-Versicherungen stagnieren 2013 das dritte Jahr in Folge. Die Initiatoren glauben daher an stetig wachsende Unbeliebtheit der Produkte um Riester. Allerdings waren die Versicherungslösungen zu keiner Zeit bei allen beliebt.


Riester

Das Riester-Geschäft mit der Vorsorge

Seit der Einführung der innovativen privaten Altersvorsorge nutzen die vorsorgewilligen Bundesbürger die Riester-Versicherung zur Schließung der Lücke bei der gesetzlichen Rente und versuchen so der Altersarmut zu entkommen. Obwohl die Privatrente allgemein als sicher bezeichnet wird, ist auch hier die Niedrigzinsphase zu spüren, die sich auf die Erträge auswirkt. Verbrauerschützer sehen die private Rente allerdings nicht so rosig und zeigen auch die Nachteile auf. Von diesen gibt es nach Darstellung der Stiftung Warentest nicht gerade wenig, hohe Kosten stehen einer niedrigen Rente gegenüber.

Die Stiftung nahm vor allem die Kosten bei 29 Angeboten unter die Lupe und kam zu eindeutigen Ergebnissen. Sie stellte fest, dass sich die Anbieter nahezu ungezügelt an den Kosten auf die eingezahlten Beiträge bedienen. Da fehlen dann durchschnittlich zehn Prozent, der Spitzenwert lag sogar bei 16,5 Prozent, bedient wird sich besonders gern bei den staatlichen Grundzulagen und bei der Kinderzulage. Über die kostspielige Anfangsphase hinaus kann sich der angehende Riester-Rentner auch keine allzu großen Hoffnungen auf attraktive Erträge machen. Das derzeitige und andauernde Zinstief hat den Garantiezins wie bei der Lebensversicherung in die Nähe der Inflationswerte rücken lassen.

Riester-Versicherungen auf der Beliebtheitsskala ganz unten

Die Versicherungsprodukte gibt es seit elf Jahren, insgesamt sind 15,7 Millionen dieser Verträge zur Altersvorsorge im Umlauf. Doch der Bestand schmilzt wie der Schnee in der Frühlingssonne, nach Angaben des GVD sank die Zahl der Neuabschlüsse von 950.000 auf nunmehr 600.000 Verträge. Das mag wohl auch an den Kritiken der Verbraucherschützer gelegen haben, doch waren diese vor allem wegen der hohen Kosten sowie der Intransparenz der Angebote berechtigt.

Die Kunden sind für das Hauptproblem der Anbieter, die niedrigen Zinsen, nicht verantwortlich und es ist daher absurd, ihnen deswegen auch noch mehr Geld aus der Tasche zu ziehen. Zumindest können Kunden eine verständliche und akzeptable Kostenpolitik von den Anbietern der Riester-Produkte erwarten, auch wenn die Versicherer dabei einmal nicht so gut dastehen. Die Enttäuschung der Branche über das Riester-Geschäft ist nachvollziehbar, nicht jedoch das Abwälzen der Probleme auf die Kunden.

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