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Solaranlage: Ein Ende der Förderung in Sicht

Die CDU will sich für das Ende der Subventionen beim Ökostrom einsetzen und provoziert damit in den Koalitionsverhandlungen harte Auseinandersetzungen. Sollte sie damit Erfolg haben, werden die Bürger ihre Solaranlage mit anderen Augen sehen.


Solaranlage

In der Vergütung von Ökostrom bahnt sich ein Systemwechsel an

Die CDU muss sich bei den Koalitionsverhandlungen gegen die eher ökologisch ausgerichteten Sozialdemokraten durchsetzen. Diese haben zum Thema Energiewende eher milde Reformideen für die Änderungen des EEG in Planung. Daher wird der ultimative Stopp aller Subventionen mit der SPD nicht so einfach vonstattengehen. Mehrere Abgeordnete der Christdemokraten fordern in einem Positionspapier, das der weitere Ausbau der erneuerbaren Energien von verbindlicher Mengensteuerung begleitet wird. Das derzeitige Ziel von 35 Prozent Ökostromanteil bis 2020 solle jedoch beibehalten werden.

Jeder Zubau jenseits dieser Grenze solle schon jetzt ohne Subventionen und zu marktgerechten Konditionen stattfinden. Die Photovoltaikanlage auf dem Dach würde sich damit nur noch zur Stromproduktion für den eigenen Bedarf eignen, das Überangebot an Strom generiert keine lukrativen Verkaufspreise. Nach den Plänen der CDU sollen sämtliche Subventionen spätestens 2020 auslaufen. Die Solaranlage erfreute sich lange Zeit großer Beliebtheit, nicht nur wegen dem sie begleitenden Umweltschutz Gedanken. Hauptsächlich freute sich der durchschnittliche Besitzer einer Solaranlage über die großzügige Subvention. Diese sank zwar im Laufe der Jahre, doch dafür vervielfachte sich die Zahl der Besitzer solcher Stromerzeuger.

Auch die Industrie soll auf Vergünstigungen verzichten

Durch die Entscheidung von immer mehr Menschen für eine Solaranlage wuchsen die finanziellen Belastungen derart, dass die EEG-Umlage auf den höchsten Stand aller Zeiten anstieg. Nahezu sieben Cent müssen pro Kilowattstunde zur Finanzierung von Ökostrom derzeit bezahlt werden. Das etwas fragwürdige System spaltet die Bevölkerung und schreit geradezu nach Erneuerung. Zur sofortigen Kostenreduzierung wollen die Christdemokraten auch einige Sofortmaßnahmen auf den Weg bringen. So sollen beispielsweise die Besitzer von neuen Solaranlagen ihren Strom direkt vermarkten.

Die Industrie soll sich von verschiedenen Privilegien verabschieden, es wurden jedoch keine konkreten Vorschläge gemacht, wie Konzerne an der Ökostromumlage beteiligt werden sollen. Die offshore erzeugte Windenergie soll weiterhin eine tragende Säule der Energiewende bleiben. Doch die gute alte Solaranlage dürfte deutlich an Attraktivität verlieren, zumindest solange das Speicherproblem nicht vollständig gelöst ist.

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