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Darlehenszinsen: historisch niedrig

Mehrfache Leitzinssenkungen und eine lockere Geldpolitik der EZB machen es möglich: selten waren Darlehenszinsen so niedrig wie zurzeit. Erst vor einiger Zeit gab die erneute EZB-Leitzinssenkung auf den historischen Tiefststand von 0,5 Prozent nochmal ein positives Zinssignal.


Darlehenszinsen

Darlehenszinsen und effektiver Jahreszins

Für Kreditnehmer ist diese Situation günstig. Da die Zinsen eine wesentliche Kostenkomponente von Krediten darstellen, bedeuten niedrigere Darlehenszinsen auch geringere finanzielle Belastungen. Vor allem bei einem Kredit mit langen Laufzeiten macht sich dies bemerkbar. Auch bei niedrigen Zinsen gilt: sie sind zwar eine wichtige, aber keineswegs die einzige Kostenkomponente. Bearbeitungsgebühren, Wertermittlungs- und Besicherungskosten und viele weitere Gebühren werden je nach Kreditinstitut bei der Kreditvergabe berechnet. Sie sind bei Konditionenvergleichen einzubeziehen. Der Gesetzgeber schreibt für Vergleichszwecke die Angabe des sogenannten effektiven Jahreszinses vor. Er berücksichtigt neben den Zinsen weitere Kostenelemente. 

Zinsniveauunterschiede bleiben bestehen 

Trotz allgemein sinkender Tendenz: Je nach Kreditart und -ausgestaltung bleiben Zinsniveauunterschiede bestehen. So gilt nach wie vor, dass die Zinssätze bei längeren  Laufzeiten im Schnitt etwas höher sind als bei kurz- bis mittelfristigen Krediten. Auch die Bonität spielt eine Rolle. Kreditnehmer mit schlechterer Bonität müssen mit Risikozuschlägen rechnen. Betrachtet man die unterschiedlichen Kreditformen, so liegen die Darlehenszinsen bei Hypothekendarlehen am niedrigsten. Bei Ratenkrediten - der üblichen Finanzierungsform für Anschaffungen - müssen etwa vier bis fünf Prozent Zinsen mehr bezahlt werden. Hypothekendarlehen werden hochwertig besichert, bei Ratenkrediten findet meist keine dingliche Sicherung statt - das ist der Grund für den Unterschied. Weitgehend unberührt von den Leitzinssenkungen haben sich bisher die Dispozinsen gezeigt. Das macht diese Kredite im Vergleich noch teurer als bei anderen Zinskonstellationen. 

Niedrige Darlehenszinsen nutzen und sichern 

Angesichts des erreichten Niveaus dürften die Spielräume für weitere Zinssenkungen begrenzt sein. Kreditnehmer sollten daher die historisch günstige Zinssituation nutzen. Für die Baufinanzierung bedeutet das die Vereinbarung möglichst langer Zinsbindungsfristen bei Hypothekendarlehen. Bei anstehenden Anschlussfinanzierungen kann das heute niedrige Zinsniveau über Forward-Darlehen gesichert werden. Wenn Sie Ihren Disporahmen schon in größerem Umfang ausschöpfen, sollten Sie an eine Umschuldung in einen Ratenkredit denken. Damit können Sie einfach und sicher Zinsen sparen. Das Gute bei Ratenkrediten ist: die Darlehenszinsen sind hier fest und können bei steigenden Marktzinsen nicht nach oben angepasst werden.

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