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Apple und der Gesundheitsmarkt

Nach der Plattenindustrie und dem ­Mobiltelefon-Markt wendet sich Apple dem Gesundheitsmarkt zu. Der Konzern will das Angebot an mobilen Geräten revolutionieren und Ordnung in die Datenwelt bringen. Die Branche ist von der Ankündigung begeistert.


Apple

Umfangreiche Überzeugungsarbeit

Bevor der Konzern seine Pläne realisiert, muss er noch mit den Aufsichtsbehörden einig werden und die Datenschützer überzeugen. Dann erst kann Apple sich den Verbrauchern zuwenden, denn die müssen auch noch für den Gesundheitsmarkt begeistert werden.

In wenigen Tagen will das Unternehmen sein neues Smartphone präsentieren, mit dieser können Gesundheit und Fitness mittels einem Dutzend Sensoren überwacht werden. Apple gibt allerdings vorerst keine Details bekannt. Die Uhr wird auf dem Gesundheitsmarkt gute Chancen haben, meinen die Fachleute, weil sie von Apple kommt und daher auf die Verbraucher wie ein Mainstream-Produkt wirkt. 

Apple muss auch die Verbraucher überzeugen

Der Gesundheitsmarkt wird die Produkte nur dann wirklich annehmen, wenn die Verbraucher vom Mehrwert der Geräte überzeugt sind. Und das wird nicht leicht, denn die meisten Menschen beschäftigen sich nur wenig mit ihrer Gesundheit. Die einzigen Interessenten sind bislang sportbegeisterte Verbraucher, nur sie werden ihre sportliche Performance mit elektronischen Hilfsmitteln überwachen und eventuell ihre individuellen Fitnesswerte in Apps dokumentieren. Apple müsste daher die potenzielle Kundenmehrheit vom Sinn der Produkte überzeugen.

Mitbewerber sind am Gesundheitsmarkt gescheitert

Google hatte ähnliche Ideen und startete bereits 2008 das Portal Google Health. Dort sollten die User ihre Gesundheitsdaten speichern und sie mit Medizinern sowie Versicherern teilen. Drei Jahre später schloss Google das Portal mangels Interesse. Auch Microsoft versuchte sich am Gesundheitsmarkt und hatte dieselben negativen Erfahrungen zu machen.

Datensicherheit unabdingbar

Wenn Apple den Gesundheitsmarkt erfolgreich erobern möchte, muss das Unternehmen Verbraucher und Behörden von der Sicherheit der hinterlegten Daten überzeugen. Dies könnte keine leichte Aufgabe sein, denn in der konzerneigenen iCloud trieben Hacker erst vor Kurzem ihr Unwesen. Apple versichert, dass weder die Apps noch das Portal Health Kit zu Diagnosen oder Behandlungen freigegeben seien. 

 

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