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Emerging markets: Wo sind noch Chancen?

Nicht nur die Niedrigzinspolitik der Zentralbanken veranlasst Anleger zu einem Blick auf die sogenannten Emerging Markets, also die Märkte der Schwellenländer. Um die guten Renditen dort zu erkennen, müssen Investitionswillige sehr genau hinschauen, doch sie sind noch vorhanden.


Emerging markets

Jede Zinssenkung der FED lässt die Anleger auf den Emerging Markets aktiv werden

Der Grund ist leicht nachvollziehbar, denn Anleger erwarten von ihren Investitionen stets die maximale Rendite. Die jahrelang praktizierte Politik des billigen Geldes ist nicht der optimale Nährboden für exzellente Gewinne. Daher verlagern die Anleger ihr Kapital gerne in Staaten mit höherem Zinsniveau. Sie investieren bevorzugt in die Emerging Markets, weil hier in der jüngsten Vergangenheit gutes Geld erwirtschaftet werden konnte. Allerdings warnen Finanzexperten in der letzten Zeit verstärkt vor einem baldigen Ende des Geldsegens, ihrer Ansicht nach ist die Zeit der hohen Renditen in den Schwellenländern vorerst vorbei.

Denn genau dieselbe Politik der FED, welche die Anleger zu Investitionen in den Schwellenländern geführt hat, sorgt dafür, dass die Anleihen dieser Staaten starkem Wertverlust ausgesetzt sind. Dazu verunsichern die starken Abwertungstendenzen einzelner Länder, wie beispielsweise der Türkei, Südafrika, Mexiko oder auch Indonesien. Von essenzieller Bedeutung ist zukünftig bei Emerging Markets Investitionen diejenigen Schwellenländer herauszufiltern, die über deutlich sichtbares Aufwärtspotenzial verfügen. Vor allem die Länder, die ihre Währungen in letzter Zeit abgewertet haben, bieten gute Einstiegsmöglichkeiten. Denn durch die Abwertungen können notwendige Prozesse zur Optimierung der Wettbewerbsfähigkeit in Gang gesetzt werden.

An den Emerging Markets muss die Spreu vom Weizen getrennt werden

Schwache Währungen bergen zwar Hinweise, sind jedoch keine Garanten für zukünftige Aufwärtsentwicklungen. Die Experten der Finanzwelt sind sich einig, dass nur diejenigen Schwellenländer einen Aufschwung erleben werden, die überzeugende Fundamentaldaten vorweisen können. An den Emerging Markets der Zukunft wird zwischen Staaten mit strukturellen Problemen und Ländern mit zyklischem Aufwärtspotenzial unterschieden werden. Zur ersten Gruppe gehören zum Beispiel Indien, Indonesien, Brasilien und Südafrika. Aufwärtspotenzial in Zyklen zeigen Staaten wie Korea, China, Taiwan und Mexiko.

Fachleute sehen die Zeiten, in denen Anleger mit breiten Strategien die Emerging Markets eroberten, als vergangen und vorbei an. In der Zukunft werden Investoren viel Fingerspitzengefühl bei der Selektion beweisen müssen, doch Chancen bieten sich in den Schwellenländern auch in den kommenden Jahren.

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