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Fairvesta mit Problemen

Der Immobilienfonds-Anbieter Fairvesta ist im Blick der Staatsanwaltschaft. Gegen den Vorstand und weitere Führungskräfte des Tübinger Unternehmens wird wegen Kapitalanlagebetrugs ermittelt.


Fairvesta

Damit gerät Fairvesta in den Dunstkreis einiger anderer spektakulärer Ermittlungsfälle der jüngeren Vergangenheit - S & K, Prokon, Wölbern Invest und Infinus. Droht ein weiterer Anlageskandal im Bereich des Grauen Kapitalmarkts? 

Seit Jahren zweistellige Renditen

Noch ist es zu früh, hierüber ein Urteil zu fällen. Bisher gibt es mehr - wohl auch gezielt gestreute - Gerüchte als harte Fakten. Belege für illegale Geschäftsaktivitäten sind bislang nicht bekannt geworden. Was die Staatsanwälte und auch manche Beobachter stutzig macht, ist die 'Erfolgsstory' des Unternehmens. Seit Jahren lockt Fairvesta Investoren mit zweistelligen Renditen. Seit einiger Zeit aber auch mit Problemen.

Dieser Erfolg soll dadurch zustande gekommen sein, dass gezielt Immobilien dreißig bis fünfzig Prozent unter ihrem Verkehrswert erworben wurden, um sie später gewinnbringend zu veräußern. Das Problem dabei ist: von 234 erworbenen Objekten hat Fairvesta bislang nur 46 wieder verkauft. Von daher besteht zumindest Erklärungsbedarf, wie die außergewöhnlichen Renditen zustande gekommen sind.   

Eine gezielte Kampagne?

Anleger haben das Geschäftsmodell offenbar weniger hinterfragt. In den Beteiligungen des Unternehmens haben sich nach Fairvesta-Angaben rund 13.000 Investoren mit einem Volumen von rund 800 Millionen Euro engagiert. Wer hinter den anonymen Anzeigen steht, die jetzt zu den Ermittlungen geführt haben, darüber darf spekuliert werden. Konkurrenten, ehemalige Mitarbeiter oder Insider - bereits seit Längerem wird den Medien und der Staatsanwaltschaft Material zugespielt. 

Keine schnellen Ergebnisse 

Fairvesta selbst begrüßte die Aktivitäten der Staatsanwälte und versuchte, dies als Initiative des Unternehmens selbst darzustellen, um Vorwürfe und Verdächtigungen durch eine unabhängige Untersuchung zu entkräften. Auch in der Vergangenheit hatte Fairvesta Zweifel an seinem Geschäftsgebaren - Stichwort Schneeballsystem - immer nachhaltig zurückgewiesen.

Mit schnellen Ergebnissen der Ermittlungen ist wohl nicht zu rechnen. Die zuständige Staatsanwaltschaft Stuttgart wies auf das extrem komplexe und undurchsichtige Firmengeflecht von Fairvesta hin, das Untersuchungen schwierig und langwierig mache.

  

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