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Anleihen mit Nachrangabrede: ein interessantes Investment

Angesichts der historisch niedrigen Zinsen ist es schwer, mit Anleihen lohnende Investments zu finden. Viele festverzinsliche Wertpapiere bieten derzeit kaum Renditen, die auch nur einen Inflationsausgleich gewährleisten. Bei nachrangigen Bankanleihen ist die Verzinsung höher. Nachdem die Bankenkrise im Euro-Raum erst einmal gestoppt ist, erlebt diese Anleiheform eine Renaissance.


Anleihen

Angesichts der historisch niedrigen Zinsen ist es schwer, mit Anleihen lohnende Investments zu finden. Viele festverzinsliche Wertpapiere bieten derzeit kaum Renditen, die auch nur einen Inflationsausgleich gewährleisten. Bei nachrangigen Bankanleihen ist die Verzinsung höher. Nachdem die Bankenkrise im Euro-Raum erst einmal gestoppt ist, erlebt diese Anleiheform eine Renaissance. 

Nachrangige Bankanleihen sind im Prinzip 'normale' Anleihepapiere mit einer festen Laufzeit und Verzinsung. Gelegentlich werden sie auch gewinnabhängig verzinst. Sie unterscheiden sich von anderen Anleihen primär durch die Nachrangabrede. Sie bedeutet, dass im Insolvenzfall die Gläubiger dieser Papiere gegenüber den Gläubigern anderer Anleihen nachrangig befriedigt werden. Inhaber nachrangiger Anleihen übernehmen damit in gewissem Umfang ein Haftungsrisiko, das allerdings geringer ist, als das der Eigentümer.

Anleihen mit besonderen Chancen und Risiken

Für Banken ist diese Finanzierungsform interessant, da nachrangige Anleihen seitens der Bankenaufsicht als haftendes Eigenkapital der Kreditinstitute anerkannt werden. Das haftende Eigenkapital bildet eine entscheidende Größe für die Geschäftsspielräume einer Bank. Die Bankenkrise hatte zunächst zu einem erheblichen Vertrauensverlust in diese Anlageform geführt. Nach der Überwindung des Krisen-Höhepunkts werden sie wieder vermehrt am Markt platziert. 

Nachrangige Bankanleihen sind wegen des höheren Gläubigerrisikos deutlich besser verzinst als erstklassige Staatsanleihen. Gegenüber vergleichbaren Bundesanleihen bieten sie derzeit zum Beispiel Renditeaufschläge von vier bis fünf Prozent. Dies macht sie - auch mangels attraktiver Alternativen - zu einem potentiell interessanten Investment. Wer nachrangige Bankanleihen erwirbt, sollte sich der Risikoübernahme bewusst sein. Denn trotz aller Bemühungen zur Rettung des Bankensektors sind Bankinsolvenzennicht grundsätzlich ausgeschlossen. Beim Erwerb solcher Papier kommt es daher  wesentlich auf die Bonität des jeweiligen Emittenten an. (FR/BHB)


 
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